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Sonntag, 08.11.2009

Once again, i return....

 
Lass dich von mir zerstören und du wirst wie neu sein.
Wie der Phönix aus der Asche, ein besserer Mensch.
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Manchmal...



 

Manchmal ist der größere Gewinn, einen Kampf zu verlieren. Manchmal
ist das, was man will, nicht das, was man braucht. Manchmal erkämpft man sich
etwas, um dann zu bemerken, dass man es nicht mehr nötig hat. Manchmal vergisst
man sich in diesem Kampf und merkt erst nach dem vermeintlichen Gewinn, was man
wirklich haben will. Manchmal ist Hass ein Zeichen von Liebe und manchmal
vergeht die Liebe, wenn sie erwidert wird. Manchmal ist der Weg wichtiger als
das Ziel und manchmal macht der Weg das Ziel erst erstrebenswert. Nur Was
bringt es einem dann, wenn man zwar das Ziel erreicht, aber das eigentlich
wichtige, den Weg, hinter sich gelassen hat?

Manchmal sollte man Träume nicht in die scharfe Realität holen, an der sie
zerbrechen könnten. Manchmal ist es besser, sie als Träume zu belassen, denn
ihr Zauber kann in unserer Welt nur selten bestehen. Aber manchmal sollte man
dies sogar machen. Manchmal ist es gut, etwas zu entzaubern, denn manchmal
halten uns Träume vom eigentlichen Leben ab. Manchmal ist es am besten ein
Geleichgewicht zwischen dem Zauber des Traumes und der Realität zu bewahren.

Manchmal ist Schmerz ein gutes Gefühl, denn s zeigt einem, dass man lebt.



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Sonntag, 16.08.2009

Fundstück 3 - Krasse Ansichten eines Users

"Hallo.

Suchen tue ich hier nichts, erst recht keine Beziehungen, denn
Beziehungen sind doof & stinken, dass sagt man so, eigentlich sagt
man das gar nicht so, aber ich sage das so. Ich suche hier nichts, gar
nichts. Ohnehin mache ich gern nichts, gar nichts. Ich habe auch keine
Erwartungen, überhaupt keine. Ziele hab ich auch nicht, denn Ziele
braucht kein Mensch. Ich bin ohnehin total langweilig & will nur
ficken. Dieses ganze Liebesgedöhnse ist nur prähistorischer
Schwachsinn, wahrscheinlich ist das alles im Zuge der Christianisierung
entstanden, auch so ein Schwachsinn. Warum sich an die Gesetze der
Dualität halten? Wohin dieses Schwarz-Weiß-Denken führt hat man ja vor
einigen Jahrzehnten gesehen! Große Vernichtungsindustrien wurden
gebaut, nur weil jemand mal so einen dualistischen hatte. Wir deutschen
sind ja ohnehin die Meister der Zerstörung/des Zerfalls, aber das wisst
Ihr ja selber...

>DER TOD IST EIN MEISTER AUS DEUTSCHLAND!<"
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Freitag, 14.08.2009

Schönes (Eigen-)Zitat. :)

"Durch die Distanz reißen alle beeinflussenden Verbindungen ab und man
kann vielleicht erkennen, wer man ist, also quasi die Essenz des Ichs
ohne die einengenden Gewohnheiten des Umgangs mit der normalen,
heimischen Umgebung."


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Die eigentliche Bedeutung des Wortes „Person“ ist Maske des Schauspielers.



[lat. persona „Maske des Schauspielers“]



Das, was der Mensch eigentlich ist, würde ich als die Stimme
in seinem Kopf und seine Gefühle beschreiben. Das ist, was wir sind.

Wie wir nach außen hin wirken ist etwas Anderes. Wir können auch noch so
bestrebt sein, unserer Umwelt genau das Bild von uns zu vermitteln, welches wir,
nach eigener Einschätzung, von uns gemacht haben, aber es wird nie vollkommen dem
eigentlichen Inneren entsprechen. Denn der Mensch ist nicht fähig, alles, was
er vermitteln will, zu vermitteln, geschweige denn, seinen Charakter, wie er
eigentlich ist. Charakter, so würde ich sagen, ist das, was wirklich in uns ist... Persönlichkeit ist unsere
Wirkung nach außen. Es ist eine Maske, die nur unvollständig und oft verfälscht
das wiedergab, was in uns ist.



Diese Maske können wir (teilweise) selbst formen. Wir können
das Bild, was unsere Umwelt von uns hat in einem beschränkten Maß beeinflussen.



Aber es kann nicht nur jeder Mensch seine eigene Persönlichkeit steuern, er kann auch seine Sicht auf andere Menschen
ändern. Also das Bildnis, welches er von
ihnen gemacht hat. Da wir einen Menschen nie vollkommen ergründen können, ihn
nur selten wirklich kennen, machen wir uns ein Bild von ihm, wie es uns
gefällt. Wie wir ihn, den Menschen, gerne hätten.  Wir machen den unbegreifbaren Menschen also
greifbar, indem wir ihm eine Maske aufsetzen, die annähernd zu dem Wenigen, was
wir wissen, passt und für uns fassbar ist. Das ist um einiges einfacher, als zu
akzeptieren, dass das Gegenüber zu komplex ist, als das wir es bis in die
Tiefen seines Charakters verstehen würden.  Denn immerhin hat der Mensch von Natur aus Angst
vor dem Fremden.

Weicht das Verhalten eines Menschen, den wir kennen, einmal von diesem Bild ab,
tun wir das meist als Anomalie ab, es führt aber nur selten zu einer Änderung
des Bildes, da dieses ein eher zähes Gebilde ist, dass zwar nicht starr, aber
auch nicht ausgesprochen dynamisch ist.

Wir sollten also darauf bedacht sein, dass das Bild, welches wir von
den
Menschen in unserer Umgebung haben, fortwährend gewahrt bleibt und dass
es stets
auf den Menschen passt. NEIN: ...dass der Mensch auf das Bild passt,
welches wir haben. Die Erkenntnis jemanden nicht zu kennen (von dem man
es
eigentlich dachte) ist viel schwerwiegender, als der Versuch,  die Verhaltensanomalien als „Ausrutscher“ zu
deklarieren oder –noch besser- den Menschen zu ändern.



 



Auch wenn sie ein Tanz der Persönlichkeiten ist, so ist die
Welt doch ein Maskenball: Einsame Stimmen in umher wandelnden Hüllen, die
bestreben, der Einsamkeit zu entkommen, indem sie vergeblich versuchen, die
Grenze ihrer Persönlichkeit – ihrer Masken - zu überwinden.

Diese Überwindung würde einerseits das Freiwerden und Hervortreten des
Wirklichen-Inneren und andererseits das „Hinterblicken“ der Maske des
Gegenübers bedeuten. Quasi eine vollkommene geistige Verschmelzung. Das Eins-Werden
mit jemandem. Oft beschrieben, ob
biologisch oder psychologisch, ob philosophisch oder poetisch. Es nennt sich
Sex, Sexualität, Verlangen oder auch Liebe. Doch stößt es alles an eine
Grenze: An die Grenze des Physischen.

Oder?

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Freitag, 17.07.2009

Schön....

Patient sagt:

"gut zu wissen das du wie alle anderen bist"
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Mittwoch, 15.07.2009

Nachtrag 2

Habe Nihilist heute "Verknall dich bitte nicht in mich" gesagt.
Die Warnung kam zwar früh, aber nicht früh genug....
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Montag, 13.07.2009

Fundstück 2

Berühre nie ein Herz,wenn du nicht in der Lage bist es zu schützen und
zu ehren! Verwechsle nie Liebe mit Leidenschaft...Du könntest dieses
Herz so sehr verletzen, dass es nie wieder lieben kann!
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Nachtrag:


Ich habe den Eintrag Nachts geschrieben, wesshalb ich keine Garantie auf Rechtschreibung, Grammatik, logische Richtigkeit und Ähnliches gebe.

__________________________________


Der Patient heute:
"Und tut mir leid das ich mich in dich verguckt habe. "

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Das Muss jetzt mal raus.



 

Ist das meine unbewusste Rache am Leben? Wie es mir
geschieht muss ich es anderen zufügen?

Auch dieses mal passt das Bild des kleinen Kindes, das wackelige schritte
versucht, schneller wird, rennt und - fällt.

Ich hatte mich nach dem Schlag, den ich vor einigen Wochen bekommen hatte,
erholt. Glaubte ich zumindest. Ich sagte mir, dass das Leben weiter geht, dass
ich geschehenes Hinter mir lassen und nach vorne blicken müsse. Ist logisch,
aber nicht immer ganz so einfach umzusetzen.

zunächst war ich überrascht, wie leicht es mir viel, weiterzumachen. Sehr früh
konnte ich mich mit anderen… neuen Menschen treffen, wobei mir der Sinn nicht
danach war, einen Ersatz für das verlorene zu finden. Primär wollte ich in den
vergangenen 18 Monaten versäumtes nachholen und mich ablenken… ja sogar von
überreizen kann man sprechen.

Aber ich traf mich nicht nur mit neuen, sondern auch mit altbekannten
Bekannten, die, wie auch einige der „Neuen“, nun ihre Chance sahen, den, in
meinem Leben frei gewordenen Platz, zu besetzen. Das verleiht ein enormes
Selbstbewusstsein, an dem zunächst nichts auszusetzen ist, solange man damit
umzugehen weiß.

Eine weitere Auswirkung der vielen Dates war, dass die Menschen, die ich traf
gewissermaßen ihre Individualität verloren. Zumindest in der Art, wie ich sie
wahr nahm. Ich wusste nicht mehr, mit wem ich welches Gespräch geführt hatte,
teilweise nicht, mit wem ich mich wo getroffen hatte, oder mit wem das nächste
Treffen anstand.

Ich hatte Sex. Mit einigen. In drei Tagen mit drei Verschiedenen. Mehrmals am
Tag auch mit zwei Unterschiedlichen.

Das war nicht nur Bestätigung, das war das Ausleben von dem, was ich mir nur in
Gedanken vorgestellt hatte. Es war nicht unbedingt ein Plan den ich hatte, nun
da ich ungebunden war. Es ergab sich. Auf „Chancen“ die ich früher nicht
wahrgenommen hatte ging ich nun ein und sie mündeten … darin.

Nachdem ich Die Phasen des unmittelbaren Schocks
über die Änderung, der Hoffnung auf
eine kurzfristige Wende, der Enttäuschung dieser, der daraus resultierenden Frustration und der wiederum aus der
Frustration erwachenden Wut nach nur
wenigen Tagen hinter mir hatte, fühlte ich mich frei. Obwohl ich mich dann wohl
in der Phase der Wut befand. Ein Gefühl, was den Verlust temporär leichter zu
verkraften ließ. Doch kamen bald Zweifel - traten wie Risse in der Fassade
meines Zustandes bezüglich der Trennung auf. Ich träumte von der Person, die an
meiner Seite gewesen war. Es waren sehr lebendige Träume, die tief gingen, so
tief, dass sie von ganz weit unten das herauf holten, was ich dachte überwunden
zu haben. Ich träumte meinen Traum, sah
in ihm in das vertraute Gesicht, schlug die Augen auf und sah in ein Fremdes. Eines
der Gesichter, in die ich blickte gehörte zu einer Person, die ich schon länger
kenne.

Einige der Partner konnten einen Geistigen Abstand zu mir wahren, für sie war
es nur die Befriedigung, eben diese Sache,
nichts weiter. Keine Gefühle. Andere, wie etwa die gerade erwähnte Person, die
ich bereits länger kenne, investierten mehr, was ich nicht zurückgeben konnte
und wollte. Ich wollte mich noch nicht wieder binden, ich will bald ins
Ausland, ich bin Jung – das hatte man mir zumindest gesagt, als ein Argument
Pro-Trennung. (…)

Das hatte ich ihm, dem alten Bekannten, gesagt. Aber er machte sich wohl
dennoch Hoffnung, glaubte, mich davon überzeugen zu können, es doch mit ihm zu
versuchen.

Es muss auch gesagt werden, dass ich es genoss, von ihm umworben, ja beinahe
geliebt zu werden. Das, was er mir gab passte recht gut, in die Lücke an meiner
Seite. Aber er ist nicht der, der dort
früher stand, er ist nicht der, den ich sah, wenn ich die Augen schloss, er war
nur ein Lückenfüller. Ich hatte von ihm den Vorteil, dass er mir das gab, was
ich brauchte: Wärme, Aufmerksamkeit, Zuneigung…. Aber wie gesagt konnte ich ihm
das nicht zurück geben. Es war unfair.

Um das Verstehen dieses Textes zu vereinfachen werde ich diese Person im
Folgenden „Sommersprosse“ nennen. Zu der Zeit, als die Probleme mit Sommersprosse akut wurden war bei mir noch
etwas anderes geschehen. Der Sex interessierte, ja, er befriedigte mich nicht
mehr. Ich hatte kein verlangen mehr danach. Die Überreizung hatte somit ihren
Höhepunkt erreicht.

Nun kurz zu jemandem den ich „Nihilist“ nennen werde, wobei sich diese
Bezeichnung nur in sehr begrenztem Maß auf die Persönlichkeit von Nihilist bezieht.

Ihn habe ich über eine Freundin kennengelernt. Eigentlich wollte ich mich mit
ihr alleine treffen, aber sie brachte noch zwei weitere Personen mit: Ihren
Freund und Nihilist. Ob es ein Versuch
war, uns in irgendeiner Weise zusammen zu bringen, weiß ich nicht so genau. Aber
wir trafen uns dann auch ohne meine Freundin und ihren Freund, wir redeten viel
und ich muss sagen, dass sehr viele Gemeinsamkeiten zu Tage kamen, bemerkte
aber auch, dass die Zuneigung seitens Nihilist
immer weiter Stieg. Zu einem Freund meinte ich dann: „Wieder jemand, der früher
oder später von mir enttäuscht wird“. Ich erkannte, dass niemand unter meinen Dates
war, zu dem ich aufsah, dass alles von mir abhing und, dass ich mich für
niemanden von ihnen wirklich begeistern konnte, nichts ging so tief, als dass
es mein Interesse hätte wecken können.  Mit Nihilist
hatte ich keinen Sex.

Ein weiteres Date (ich bin geneigt hier „ Ein weiterer Patient“ zu schreiben)
hatte ich schon beim ersten Treffen begeistert. Er bezahlte die Rechnung im
Restaurant ohne mein Wissen und gegen meinen Willen. Ich mag das nicht, bin ein
Verfechter der getrennten Rechnung. 

Er (im Folgenden „Patient“ genannt) war schon nah dran, ein wenig mehr, als die
Anderen, in mir zu erwecken. Jung, aber erfahren. Lieb, aber selbstbewusst. Ich
konnte mich auch mit ihm sehr gut und sehr lange unterhalten.

Es kam der Tag des Geburtstags einer Freundin. Zuerst in eine Bar, dann Tanzen.
Ich ging gegen 3 Uhr früh, um mich mit Patient
zu treffen. Meine Eltern waren nicht zuhause und ich wollte etwas
Probieren: Würde ich, wenn ich wollte, nicht alleine schlafen müssen? Kurz: Ja.
Auf dem Weg zu mir sprachen wir wieder viel, weil wir die Bahn verpasst hatten
und ca. 7 km zu Fuß liefen. Dabei bemerkte ich, dass er entgegen meines ersten
Bildes unsicher wirkte und von Dingen sprach, von denen er ganz offensichtlich
keine Ahnung hatte. Etwas, was ich nicht mag… Wir frühstückten noch und gingen
zu Bett. Aber auch hier gab es keinen Sex. Nur kuscheln, die Hände blieben dabei
über  der Gürtellinie, und Küsse.

Nachdem wir aufgewacht waren ging ich ins Internet und sah, dass Patients Beziehungsstatus bei StudiVZ
auf „Verliebt“ stand.

Am gleichen Tag traf ich durch Zufall, auf einer Disko, Sommersprosse. Er fragte, ob ich bemerkt hätte, dass er sich seit
über einer Woche nicht bei mir gemeldet hatte. Natürlich hatte ich das bemerkt.
Er sagte kurz darauf, dass es wohl besser wäre, wenn wir uns nicht mehr sehen,
weil es zu schön mit mir ist. Ich sagte, „ich mag dich, mehr aber nicht“.

Mir geht das Bild nicht aus dem Kopf. Nachdem ich das gesagt hatte wurde er
stumm, nickte, kniff die Augen leicht zusammen und wendete sich ab, wie jemand,
der nicht zeigen will, dass er weint.








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Freitag, 26.06.2009

Fundstück

Die Statistik etwa, die besagt, dass das Flugzeuge sicherer als die
Bahn sei, geht davon aus, dass pro Kilometer und Fluggast gerechnet
dreimal mehr Bahnkunden als Flugzeugpassagiere sterben. Anderes
gerechnet sterben aber pro Stunde dreimal mehr Flugzeugnutzer als
Bahnfahrer. Demnach waere das Risiko beim bahnfahren also geringer,
dauert dafuer aber laenger an. Was die Bilanz am Ende wieder
ausgleichen wuerde.
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Mittwoch, 17.06.2009

Wo ists Licht?

Tief drinnen ists dunkel, nicht?
Von aussen strahlts, innen ist kein Licht.
Mein Körper ist Hülle für Dunkelheit.
 
Oder strahlts doch? Dort drinnen?

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DER Song dieser Tage......

Montag, 15.06.2009

In welche Richtung Schwimmt der Fisch?



Das wird ganz groß! Ich sehe es schon vor mir!!! Unglaublich
wird es. Mit allem, was dazu gehört – und noch mehr!!!!

Aber dennoch wird alles beim Alten bleiben. Komisch eigentlich. Ich weiß, dass
ich mich in der Zeit vorwärts bewege, genauso weiß ich, dass das Leben stets
Neues für mich bereit hält. Trotzdem scheinen sich kurze Episoden zu
wiederholen. Einiges kommt mir bekannt vor. Ich kann vergleiche zu früheren
Erlebnissen ziehen. Sollte das alles etwa bedeuten, dass ich im Ansatz so etwas
wie Erfahrung besitze? Das wäre ja kaum zu glauben!

Vielleicht bin ich aber auch ein Fisch, der sich dem Strom der Zeit und des
Raumes, in dem er schwimmt bewusst ist und auch gegen diesen schwimmen kann.
Oder auch nicht…. ;)

Ich habe eine Armbanduhr (komisches Wort im Übrigen…), eine aus der Schweiz,
die mir mein Dad von dort mitgebracht hat. Sie ist vor ein paar Tagen stehen
geblieben. Genau zu der Zeit, als meine letzte Beziehung ihr Ende fand. Dieses „Ende“,
ist aber zeitlich nicht genau zu benennen, da sich die ganze Trennung sehr
langsam ergab. Nun blieb meine Uhr in
diesen Tagen stehen. Wie mein ganzes Leben - für einen Moment. Am 3.6.2009 um
23:59:59 blieb war die Batterie leer. Die Datumsanzeige wollte gerade von der 3
auf die 4 rutschen, da war Stille.

Ich glaube an Zeichen. Ich glaube auch, dass ich in meinem Leben Punkte
brauche, an denen ich mich orientieren kann. Ob diese nun real sind, oder
rational ist egal. (Fast poetisch.)

Nun „nutze“ ich diese Zeitangabe als Endpunkt für die Beziehung. Da ich sonst
kein anderes Datum finden kann bediene ich mich an dem, was mir meine Uhr sagt.
Die Uhr wird wiederum vom Zeitmesser zu dem Gegenstand, der mir das Ende weist.
Eine Reliquie des Vergangenen, da sie nicht mehr das zeigt, was ist, sondern
was war.

Ich fand die Idee, die Uhr so zu tragen gut. Es wäre in jedem Fall etwas Besonderes.
Mir kam die Idee, Links diese Uhr und am rechten Arm eine andere,
funktionierende Uhr zu tragen. Tja….

Zunächst lief ich aber mit nur einer defekten Uhr herum, die mich an das
Vergangene erinnerte. Ein Stück weit wollte ich vielleicht die Zeit anhalten,
alles einfrieren.

Irgendwann führ ich in eine andere Stadt, zu anderen Menschen, Freunden und
Familie. In dieser Stadt fühle ich mich wohl. Sie ist irgendwie warm, die Leute
sind herzlich, besonders ein paar wenige… In dieser Stadt wohnt jemand. Jemand,
der alles hat, was man sich wünschen kann.

 



Mit Sicherheit hat er NICHT alles, was man sich wünschen
kann. Niemand ist perfekt, aber er ist von seiner Persönlichkeit, seiner
Situation (wirtschaftlich, sozial, …), seinem Körper, und „seinem Sex“ ausgehend
nicht schlecht!

 



Eigentlich müsste ich „unserem Sex“ schreiben. Ja, wir
hatten Sex. Kurz nachdem ich ihm gesagt habe, dass aus uns nichts wird, also
dass ich nicht will, ich nicht als Lückenfüller benutzen möchte… und es
eigentlich nicht klick gemacht hat.

 



Was ist das eigentlich, dieses Klick? Hat jemand meiner geneigten Leserschaft jemals dieses klick vernommen? Wann ja würde ich mich
sehr über eine Beschreibung dieses Klickes
freuen. Vielleicht hat ja auch jemand einen Mitschnitt eines solchen …. Bitte
melden!

 



Ja, wir hatten Sex. Guten. Sehr guten. …uijuijui *sabber*
Sex zum seufzen. Aber nicht nur den. Es war einfach schön. Irgendwie vertraut, warm, durchweg angenehm. Nebeneinander
schlafen, kuscheln, küssen, miteinander schlafen.

Streicheln, halten, fest drücken, trösten.

Glaubst du, dass das richtig ist?

Zittern. Fester halten. Nähe spüren. Schlafen.



 



Der nächste Morgen.

Aus einem Reflex schaue ich auf die Uhr. Auf meine Armbanduhr. Jetzt müsste ich
euch, meine Leser, fragen, welche Zeit die Uhr angezeigt hat.




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